Grade 9 Academic

Wir Deutschen in Südafrika 2010

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Nina Radzey

Hier in Südafrika, und auch in Port Elizabeth, gibt es recht viele Deutsche. Zahlreiche Familien kommen aufgrund eines Jobwechsels des Vaters hierher. Oft werden die Kinder dann auf die Theodor Herzl Schulen geschickt, denn hier wird Deutsch nicht nur als Fremsprache sondern auch als Muttersprache angeboten. Die Deutschklassen bestehen meist aus kleinen Grüppchen, manchmal ist Einzelunterricht nötig. Die kleineren Klassen sind leider wenig abwechslungsreich, aber man kann sicher sein, dass man zu Wort kommt und seine Meinung vertreten kann.

Innerhalb der Schule sind wir Deutschen immer für einander da, falls es einmal Fragen oder Probleme geben sollte. Neue Schüler haben es nämlich nicht immer leicht. Auch wenn die Südafrikaner sehr freundlich und immer hilfsbereit und offen sind, ist das Englisch am Anfang doch oft ein Hindernis, welches aber nach spätestens einem halben Jahr wie von selbst verschwindet.Durch die vielen Aktivitäten an der Schule hat man kaum Probleme Anschluss – und nach einer gewissen Zeit auch Freunde – zu finden.

 
 

Meine Erfahrungen als Ausländer an der Theodor Herzl Schule 2010

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(Antoine Weihs)

Als ich nach Südafrika kam, konnte ich schon, - dachte ich jedenfalls-, mich gut verständigen. Ich bin in eine ziemlich kleine Klasse gekommen, 12 Schüler, und die haben mich schnell und gerne aufgenommen. Man hat mich nicht über dumme Fehler ausgelacht, - na, über manche richtig dumme schon! -, und man hat mir geholfen. Die Lehrer haben mich jedoch von Anfang an richtig angepackt. In meiner zweiten Woche an der Schule musste ich schon den ersten Englischvortrag halten, und in der zweiten ein Projekt über Photographie einreichen.

Außerhalb der Schule habe ich angefangen Tennis zu spielen, zu surfen, nach einer Weile wieder aufgegeben, und zu segeln; dafur ist es hier richtig gut. Ein bisschen schade ist jedoch, dass man nicht einfach zu Freunden gehen kann, weil sie entweder an der anderen Seite der Stadt leben oder es einfach nicht sicher genug ist. Doch man organisiert sich nach eine r Weile und begnügt sich, bei Freunden zuhause etwas zu machen oder ins Kino zu gehen. Ich habe so das Gefuhl, dass das hier sehr beliebt ist.

In der 8. Klasse ging es mir schon besser. Man hat sich eingelebt und das Englisch klang schon ein bisschen mehr Südafrikansich. Man wird in der High School ein bisschen freier als in der Grundschule. Ich weiß nicht, wie es bei anderen Personen ist, aber ich lass mich nicht so gern ‚bemuttern‘. Was ich an der High School  gerne mag, ist dass es keine so sehr großen Klassen gibt, 12 bis 20 Schüler, was allerhand weniger ist, als ich es von Deutschland in Erinnerung habe. Ich habe übrigens vor unserem Umzug nach Südafrika Einzelunterricht in Niger, Westafrika, gehabt, was auf längere Zeit nicht so sehr zu empfehlen ist.

Die 9. Klasse ist für mich leider das unangenehmste Schuljahr in meiner ganzen Schulkarriere. Man muss staatliche Tests, SAT: Standard Assessment Tasks, schreiben, die unglaublich einfach und daher meiner Meinung nach eine Zeitverschwendung sind. Das zweite ist, dass man wegen der vorgeschriebenen Fächerkombination in uninteressanteren Klassen sitzt und sich fragt, was man da überhaupt tut, denn man macht dieses Fach nächstes Jahr sowieso nicht mehr.

Na ja, Port Elizabeth ist eine schöne Stadt, immer Sonne und angenehme Temperaturen, und Theodor ist eine schöne, angenehme, kleine Schule mit insgesamt etwa 300 Schülern. Hier kennt jeder jeden und man fühlt sich wie in einer „kleinen“ Familie.